Spiele in der Therapie

Spiele können in der Therapie als Fähigkeitsförderer, als metaphorische Handlungsanleiter eingesetzt werden. Sie sind Unterhaltung und gleichzeitig Lernen und zeigen metaphorisch worum es im „richtigen“ Leben geht. Es werden schulisches Lernen, kognitive Fertigkeiten und kulturelle Techniken vermittelt. Im Gegensatz zu schulischem Material sind Spiele neutral und emotional nicht negativ belastet. Es werden grundsätzliche Kompetenzen trainiert.

  • Spielen, Strategien anwenden, Probleme lösen und zum Ziel kommen
  • Spielen, überraschen, Risiko und Zufall erleben

Spiele sind Miniwelten mit klaren Regeln und Freiheiten. Sie sind eine abgeschlossene und überschaubare Welt. Das Spiel simuliert in gewisserweise die Realitätist, es ist ernst und doch nicht ernst. Mit dieser Zweideutigkeit wird gearbeitet und therapeutisch eingesetzt.

Das Therapeutische im Spiel

  • Spiele üben und fördern bestimmte Fertigkeiten
  • Das Traumatische/die Schwierigkeiten im Spiel werden wiederholt
  • Das Gestalten und sich Ausdrücken im Spiel heilt

Das Spiel, die Spielanlage und die Erfahrungen mit dem Spiel sollen auf etwas ausserhalb des Spiels hinweisen. Verdichtet sollen Erfahrungen ermöglicht werden, die bei der Bewältigung der Probleme der Kinder und Jugendlichen hilfreich sind. Die Erfahrungen aus dem Spiel helfen als innere Leitlinien und Katalysatoren bei der Problembewältigung.

Gleichzeitig übt das Spiel die Fähigkeiten, die dann „draussen“ wichtig sein werden.

Rolf Nyfeler